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Apollo Bay once again
Samstag | 28 Februar 09 | 03:08 AM
Und taeglich gruesst das Murmeltier. Ja, hier war ich schon mal. Vor Weihnachten, mit Silke und Stefan.
Meine Lieben, es ist schon wieder alles anders, schon wieder so viel passiert, dass ich gar nicht weiss wo ich anfangen soll.
Nach dem Ausflug nach Hahndorf mit Astrid (dazu, zu Adelaide und dem Tropfest, wann anders mehr, auch mit Fotos), hab ich dann eine knappe Woche damit verbracht meinen Lebenslauf in Cafes und Restaurants zu verbreiten, Online-Bewerbungen zu schreiben und bei den diversen Festivals, die in Adelaide eins in das andere uebergehend stattfinden, nach Jobs zu fragen. Hab so viel sinnlos mit meinen Daten um mich geworfen, haette mich auch genausogut bei facebook, studivz und sonstwo anmelden koennen.
Am Mittwoch bekam ich endlich einen Anruf von einem kleinen Imbiss in einer Einkaufspassage, dass ich dort anfangen koenne. Der Besitzer, ein kleiner Mann aus Sri Lanka, namens Moses ("Don't call me Jesus!") hatte knapp 18 Jahre in Hamburg, Kiel und Sylt gelebt und gekocht, dann in Sydney und war nun seit 2 Monaten dabei sein eigenes (deutsches) Restaurant "Wunderbar" in Adelaide aufzumachen. Tja, der gute Mann war zwar sehr nett, wollte aber nur 8 Dollar die Stunde fuer die ersten 2 Wochen Einarbeitung und danach 10 Dollar die Stunde zahlen... ca. 2- 10 Dollar unter dem Mindestlohn in Australien (habe unterschiedliche Angaben gehoert)! Ausserdem sollte ich nur 4 Stunden am Tag arbeiten, von dem Geld haette ich also gerade mal das Hostel zahlen koennen- das im uebrigen klein, gemuetlich und guenstig war, aber so duenne Waende hatte, dass man einfach alles hoerte und ich extrem schlecht geschlafen hab. Da es aber immerhin Einkommen statt nur Ausgaben bedeutete, dachte ich mir ich fange den Job erstmal an und suche derweil weiter.
Da ich so schlechter Stimmung war, weil nichts klappte, hatte ich Dienstag schon beschlossen, mir Mittwoch einen Strandtag zu goennen, traf dann Mittwoch Mittag ein finnisches Paerchen im Hostel, die auch gerade zum Strand wollten- Atte und Susanna. Sie hatten eine tolle Website gefunden: man bringt Autos zurueck die andere Leute gemietet haben und die wieder am Ausgangsort gebraucht werden, zahlt dafuer nur 5 Dollar pro Tag + Sprit (statt ca. 60 bei normaler Miete). Sie brachten einen Camper, VW-Bus-Groesse, von Adelaide nach Melbourne zurueck und wollten ueber Kangaroo Island und die Great Ocean Road fahren. Sie fragten, ob ich am Freitag mit nach Kangaroo Island will, viel billiger als eine Tour zu buchen . Ich wollte, musste ja aber arbeiten...
Zwischenzeitlich hatte Ann Kristin mir die Nummer von dem Restaurant in Lorne geschickt, wo sie und Oli 3 Wochen gut verdient haben. Ich hatte dort niemand erreicht und ueberlegte nun nur Donnerstag, nach meinen 2 Probestunden von 7-9, mit nach Kangaroo Island zu fahren. Abends riefen die vom "Mantra" in Lorne zurueck und sagten ich solle ihnen meine Unterlagen schicken und naechste Woche zum Interview kommen- laut Ann Kristin ein ziemlich sicheres Zeichen, dass sie mich nehmen. Damit fiel dann die Entscheidung: beschloss mit den Finnen mitzufahren. Ging spasseshalber und weil zugesagt Donnerstag Morgen noch zur Wunderbar und wurde von einer australischen sehr netten Frau in die Kunst des Broetchenbelegens und Wrapwickelns eingewiesen- alles so, dass es nach viel aussieht, aber nicht wirklich ist. Sie beklagte sich volle 2 Stunden bei mir, dass der Chef zwar ein guter Koch sei, aber keine Ahnung vom Business habe. Der wiederum wollte, dass ich den Laden am Freitag quasi schon alleine schmiss. Tja, um 9 ging ich einmal um den Block, und erzaehlte Moses dann, dass ich gerade einen Anruf bekommen haette, dass ich einen Job in Lorne habe, wo ich 18,50 pro Stunde bekomme. Er tat verstaendnisvoll, gab mir ein Sandwich mit auf den Weg, wollte mich aber nicht fuer die 2 Stunden bezahlen- das sei ja nur "trial" gewesen. Auf dem Weg zum Hostel stellte ich fest, dass ich meine australische Bankkarte verloren hatte- wahrscheinlich am Automaten stecken lassen, denn alles andere war noch da. Nun ja, Karte gesperrt und neue bestellt, kostet nichts.
Nachdem wir den Camper beladen hatten, stellten die Finnen fest, dass sie ihren iPod verloren hatten- ein wesentlich groesserer Verlust. Leider mussten wir auch Kangaroo Island auslassen, weil wir nur 3 Tage fuer den Trip nach Melbourne hatten. So bin ich nun in den letzten 2 Tagen zum 2. Mal die Great Ocean Road lang gefahren, hab das erste Mal in einem Camper geschlafen, insgesamt fuer 3 Tage nur 40 Dollar fuer Sprit und Essen ausgegeben, da wir einfach am Strassenrand gecampt haben, noch mal die Koalas in Cape Otway besucht und habe ein paar sehr coole neue finnische Freunde. Jetzt bin ich also in Apollo Bay, wo mich ein aelteres sehr nettes Jugendherbergsehepaar freudig begruesste ("Willkommen an Bord") und sich das YHA als ruhige, wunderschoen eingerichtete Oeko-Oase entpuppte. Will gar nicht wissen was die Nacht hier eigentlich kostet. Der Ort ist klein und voller Touris, aber hat schoene Cafes und Laedchen und einen grossen Strand. Ich will hier jetzt schon nicht mehr weg. Geldmaessig waere es aber wahrscheinlich gut, wenn der Kellnerjob in Lorne klappt.
Meine Lieben, es ist schon wieder alles anders, schon wieder so viel passiert, dass ich gar nicht weiss wo ich anfangen soll.
Nach dem Ausflug nach Hahndorf mit Astrid (dazu, zu Adelaide und dem Tropfest, wann anders mehr, auch mit Fotos), hab ich dann eine knappe Woche damit verbracht meinen Lebenslauf in Cafes und Restaurants zu verbreiten, Online-Bewerbungen zu schreiben und bei den diversen Festivals, die in Adelaide eins in das andere uebergehend stattfinden, nach Jobs zu fragen. Hab so viel sinnlos mit meinen Daten um mich geworfen, haette mich auch genausogut bei facebook, studivz und sonstwo anmelden koennen.
Am Mittwoch bekam ich endlich einen Anruf von einem kleinen Imbiss in einer Einkaufspassage, dass ich dort anfangen koenne. Der Besitzer, ein kleiner Mann aus Sri Lanka, namens Moses ("Don't call me Jesus!") hatte knapp 18 Jahre in Hamburg, Kiel und Sylt gelebt und gekocht, dann in Sydney und war nun seit 2 Monaten dabei sein eigenes (deutsches) Restaurant "Wunderbar" in Adelaide aufzumachen. Tja, der gute Mann war zwar sehr nett, wollte aber nur 8 Dollar die Stunde fuer die ersten 2 Wochen Einarbeitung und danach 10 Dollar die Stunde zahlen... ca. 2- 10 Dollar unter dem Mindestlohn in Australien (habe unterschiedliche Angaben gehoert)! Ausserdem sollte ich nur 4 Stunden am Tag arbeiten, von dem Geld haette ich also gerade mal das Hostel zahlen koennen- das im uebrigen klein, gemuetlich und guenstig war, aber so duenne Waende hatte, dass man einfach alles hoerte und ich extrem schlecht geschlafen hab. Da es aber immerhin Einkommen statt nur Ausgaben bedeutete, dachte ich mir ich fange den Job erstmal an und suche derweil weiter.
Da ich so schlechter Stimmung war, weil nichts klappte, hatte ich Dienstag schon beschlossen, mir Mittwoch einen Strandtag zu goennen, traf dann Mittwoch Mittag ein finnisches Paerchen im Hostel, die auch gerade zum Strand wollten- Atte und Susanna. Sie hatten eine tolle Website gefunden: man bringt Autos zurueck die andere Leute gemietet haben und die wieder am Ausgangsort gebraucht werden, zahlt dafuer nur 5 Dollar pro Tag + Sprit (statt ca. 60 bei normaler Miete). Sie brachten einen Camper, VW-Bus-Groesse, von Adelaide nach Melbourne zurueck und wollten ueber Kangaroo Island und die Great Ocean Road fahren. Sie fragten, ob ich am Freitag mit nach Kangaroo Island will, viel billiger als eine Tour zu buchen . Ich wollte, musste ja aber arbeiten...
Zwischenzeitlich hatte Ann Kristin mir die Nummer von dem Restaurant in Lorne geschickt, wo sie und Oli 3 Wochen gut verdient haben. Ich hatte dort niemand erreicht und ueberlegte nun nur Donnerstag, nach meinen 2 Probestunden von 7-9, mit nach Kangaroo Island zu fahren. Abends riefen die vom "Mantra" in Lorne zurueck und sagten ich solle ihnen meine Unterlagen schicken und naechste Woche zum Interview kommen- laut Ann Kristin ein ziemlich sicheres Zeichen, dass sie mich nehmen. Damit fiel dann die Entscheidung: beschloss mit den Finnen mitzufahren. Ging spasseshalber und weil zugesagt Donnerstag Morgen noch zur Wunderbar und wurde von einer australischen sehr netten Frau in die Kunst des Broetchenbelegens und Wrapwickelns eingewiesen- alles so, dass es nach viel aussieht, aber nicht wirklich ist. Sie beklagte sich volle 2 Stunden bei mir, dass der Chef zwar ein guter Koch sei, aber keine Ahnung vom Business habe. Der wiederum wollte, dass ich den Laden am Freitag quasi schon alleine schmiss. Tja, um 9 ging ich einmal um den Block, und erzaehlte Moses dann, dass ich gerade einen Anruf bekommen haette, dass ich einen Job in Lorne habe, wo ich 18,50 pro Stunde bekomme. Er tat verstaendnisvoll, gab mir ein Sandwich mit auf den Weg, wollte mich aber nicht fuer die 2 Stunden bezahlen- das sei ja nur "trial" gewesen. Auf dem Weg zum Hostel stellte ich fest, dass ich meine australische Bankkarte verloren hatte- wahrscheinlich am Automaten stecken lassen, denn alles andere war noch da. Nun ja, Karte gesperrt und neue bestellt, kostet nichts.
Nachdem wir den Camper beladen hatten, stellten die Finnen fest, dass sie ihren iPod verloren hatten- ein wesentlich groesserer Verlust. Leider mussten wir auch Kangaroo Island auslassen, weil wir nur 3 Tage fuer den Trip nach Melbourne hatten. So bin ich nun in den letzten 2 Tagen zum 2. Mal die Great Ocean Road lang gefahren, hab das erste Mal in einem Camper geschlafen, insgesamt fuer 3 Tage nur 40 Dollar fuer Sprit und Essen ausgegeben, da wir einfach am Strassenrand gecampt haben, noch mal die Koalas in Cape Otway besucht und habe ein paar sehr coole neue finnische Freunde. Jetzt bin ich also in Apollo Bay, wo mich ein aelteres sehr nettes Jugendherbergsehepaar freudig begruesste ("Willkommen an Bord") und sich das YHA als ruhige, wunderschoen eingerichtete Oeko-Oase entpuppte. Will gar nicht wissen was die Nacht hier eigentlich kostet. Der Ort ist klein und voller Touris, aber hat schoene Cafes und Laedchen und einen grossen Strand. Ich will hier jetzt schon nicht mehr weg. Geldmaessig waere es aber wahrscheinlich gut, wenn der Kellnerjob in Lorne klappt.
Boxes
Montag | 23 Februar 09 | 09:39 AM
boxes (wmv, 2,885 KB)
Hier ein kleiner Einblick wie der taegliche Kampf um Boxen beim Traubenpfluecken in Red Cliffs ablief. Leider lange nicht so schoen wie am ersten Tag.
Im Grapes picking Fotoalbum gibt es ausserdem noch ein paar mehr Fotos und Kommentare.
Ich hab gestern und heute wieder Bewerbungsmarathone vollbracht, bisher leider keine Rueckmeldung. Habe immernoch die Option Ende der Woche nach Apollo Bay zu gehen, evtl. auch ins benachbarte Lorne (ihr erinnert Euch, da wo der LKW mit der offenen Klappe vor uns herfuhr?)
Mehr zu Adelaide und Hahndorf in den naechsten Tagen.
Hier ein kleiner Einblick wie der taegliche Kampf um Boxen beim Traubenpfluecken in Red Cliffs ablief. Leider lange nicht so schoen wie am ersten Tag.
Im Grapes picking Fotoalbum gibt es ausserdem noch ein paar mehr Fotos und Kommentare.
Ich hab gestern und heute wieder Bewerbungsmarathone vollbracht, bisher leider keine Rueckmeldung. Habe immernoch die Option Ende der Woche nach Apollo Bay zu gehen, evtl. auch ins benachbarte Lorne (ihr erinnert Euch, da wo der LKW mit der offenen Klappe vor uns herfuhr?)
Mehr zu Adelaide und Hahndorf in den naechsten Tagen.
Glenelg Beach
Freitag | 20 Februar 09 | 05:49 AM
Liebe Freunde der Sonne,
nach 4 1/2 Tagen des Wartens auf reife Trauben und toedlicher Langeweile, bin ich am Mittwoch aus dem Klinikhostel gefluechtet. Ich hatte mich Montag schon geaergert doch nicht wie am Wochenende hin und her ueberlegt, abzureisen, sondern doch noch 1 Woche gezahlt zu haben. Konnte mich aber nicht entscheiden wohin als naechstes: Adelaide? Melbourne? Apollo Bay? Zurueck nach Sydney?
Meine Freundin Astrid hatte mir Dienstag geschrieben, dass sie spontan in Adelaide ist. Das gab dann den Ausschlag. Hab also am Mittwoch 9 Stunden im superguenstigen Vline Bus verbracht, hab mich gar nicht in Adelaide aufgehalten, sondern bin direkt mit der Tram nach Glenelg, einem kleinen Strand-Vorort gefahren, wo mich Astrid abholte. Sie konnte leider wegen der Schwangerschaft kurzfristig nicht wie geplant mit ihrem Freund nach Kambodscha fahren und hatte sich dann aus lauter Enttaeuschung und Frust ueber den Dauerregen in Sydney einen Kurzurlaub hier gegoennt. Jetzt darf ich bis Samstag mit in ihrem Apartement im Luxushotel wohnen- ja sehr angenehm wenn man reiche Freunde hat ;-) Nein, es gab nichts anderes mehr. Mein eigenes Zimmer mit 1,60 Bett, mein eigenes Bad, Blick vom Balkon auf den Strand, kleine Kuechenzeile, Waschmaschine... und ca. 100m zum Strand. Hauseigener Pool, Spa und Fitnessraum. Das Paradies!!!
Die liebe Astrid weigert sich beharrlich Geld von mir zu nehmen. Hab gestern das Schokofondue bezahlt. Fuer morgen haben wir ein Auto gemietet (bin wild entschlossen auch die 40 Dollar zu zahlen) und fahren in die Adelaide Hills, nach Hahndorf, einer alten deutschen Siedlung, der aeltesten nicht-englischen. Ein absoluter Touristenort, soll aber sehr schoen dort sein.
Ich mache also ein paar Tage Urlaub vom Urlaub, Astrid und ich freuen uns beide ueber dieses zufaellige Treffen und quatschen und quatschen. Endlich werde ich wieder meine 23 000 Woerter pro Tag los (oder wieviel war das nochmal?) Aber macht Euch keine Sorgen, auch um die Jobsuche kuemmere ich mich natuerlich. Hab gestern hier in Glenelg Klinken geputzt, ueberall gefragt, meinen CV dagelassen, bisher nichts. Ausserdem traf ich am ersten Abend einen redseligen Briten im Pool, der hier seit Jahren lebt, in Sales ist und anbot mir zu helfen, da er halb Adelaide kennt... naja, kein Wunder, der wird bestimmt 46 000 Woerter pro Tag los. Er hat mir schon ein paar Tipps gegeben. Ich hoffe also... weiter oder wieder?
Glenelg ist ein huebscher, ruhiger Badeort. Sonnig und wenig los. Was ich sonst bisher von Adelaide gesehen habe, gefiel mir auch gut. Viele schoen renovierte alte Pioneer-Haeuser und es ist nicht so hektisch wie Sydney oder Melbourne. Manche finden es langweilig, ich finde es sehr nett.
Mehr dazu wenn mehr gesehen.
nach 4 1/2 Tagen des Wartens auf reife Trauben und toedlicher Langeweile, bin ich am Mittwoch aus dem Klinikhostel gefluechtet. Ich hatte mich Montag schon geaergert doch nicht wie am Wochenende hin und her ueberlegt, abzureisen, sondern doch noch 1 Woche gezahlt zu haben. Konnte mich aber nicht entscheiden wohin als naechstes: Adelaide? Melbourne? Apollo Bay? Zurueck nach Sydney?
Meine Freundin Astrid hatte mir Dienstag geschrieben, dass sie spontan in Adelaide ist. Das gab dann den Ausschlag. Hab also am Mittwoch 9 Stunden im superguenstigen Vline Bus verbracht, hab mich gar nicht in Adelaide aufgehalten, sondern bin direkt mit der Tram nach Glenelg, einem kleinen Strand-Vorort gefahren, wo mich Astrid abholte. Sie konnte leider wegen der Schwangerschaft kurzfristig nicht wie geplant mit ihrem Freund nach Kambodscha fahren und hatte sich dann aus lauter Enttaeuschung und Frust ueber den Dauerregen in Sydney einen Kurzurlaub hier gegoennt. Jetzt darf ich bis Samstag mit in ihrem Apartement im Luxushotel wohnen- ja sehr angenehm wenn man reiche Freunde hat ;-) Nein, es gab nichts anderes mehr. Mein eigenes Zimmer mit 1,60 Bett, mein eigenes Bad, Blick vom Balkon auf den Strand, kleine Kuechenzeile, Waschmaschine... und ca. 100m zum Strand. Hauseigener Pool, Spa und Fitnessraum. Das Paradies!!!
Die liebe Astrid weigert sich beharrlich Geld von mir zu nehmen. Hab gestern das Schokofondue bezahlt. Fuer morgen haben wir ein Auto gemietet (bin wild entschlossen auch die 40 Dollar zu zahlen) und fahren in die Adelaide Hills, nach Hahndorf, einer alten deutschen Siedlung, der aeltesten nicht-englischen. Ein absoluter Touristenort, soll aber sehr schoen dort sein.
Ich mache also ein paar Tage Urlaub vom Urlaub, Astrid und ich freuen uns beide ueber dieses zufaellige Treffen und quatschen und quatschen. Endlich werde ich wieder meine 23 000 Woerter pro Tag los (oder wieviel war das nochmal?) Aber macht Euch keine Sorgen, auch um die Jobsuche kuemmere ich mich natuerlich. Hab gestern hier in Glenelg Klinken geputzt, ueberall gefragt, meinen CV dagelassen, bisher nichts. Ausserdem traf ich am ersten Abend einen redseligen Briten im Pool, der hier seit Jahren lebt, in Sales ist und anbot mir zu helfen, da er halb Adelaide kennt... naja, kein Wunder, der wird bestimmt 46 000 Woerter pro Tag los. Er hat mir schon ein paar Tipps gegeben. Ich hoffe also... weiter oder wieder?
Glenelg ist ein huebscher, ruhiger Badeort. Sonnig und wenig los. Was ich sonst bisher von Adelaide gesehen habe, gefiel mir auch gut. Viele schoen renovierte alte Pioneer-Haeuser und es ist nicht so hektisch wie Sydney oder Melbourne. Manche finden es langweilig, ich finde es sehr nett.
Mehr dazu wenn mehr gesehen.
Adelaide
Donnerstag | 19 Februar 09 | 02:49 AM
There is a time for departure,
even when there's no certain place to go to.
Tennessee Williams
even when there's no certain place to go to.
Tennessee Williams
Waiting for Grapes
Montag | 16 Februar 09 | 05:26 AM
Bin immer noch in Red Cliffs und warte...
Langweile mich leider gerade tot. Nachdem ich mich gerade ans Traubenpfluecken gewoehnt hatte, die Deutschen leider alle rausgefunden haben, dass wir einer Nationalitaet sind, ich mit den Asiatinnen Freundschaft geschlossen habe, ich den sprachlichen Hindernissen beigekommen bin indem ich in muehseligen archaeologischen Ausgrabungen mein Franzoesisch reaktiviert habe, ich die Inder weitgehend irgnoriere so wie sie mich, und ich eine feuchtfroehliche Backpackerparty mit Kotzerei, Knutscherei, Eifersuchtsszenen und Alkoholleichen (nein, alles nicht ich, ich war die, die alle retten musste, laestige Nebenwirkungen des Alters)... ich mich also eingelebt habe, haben sie uns am Donnerstag nach 3 Stunden Pfluecken und viel Aufregung um 10 nach Hause geschickt, weil die Trauben nicht reif genug waren. Das, finde ich, haette man auch feststellen koennen bevor man uns um 5 aufstehen laesst. Allerdings habe ich (gar nicht pc) die Inder im Verdacht, dass sie zuviel gruene Trauben gepflueckt haben, um mehr Boxen zu fuellen. Kann man ihnen ja auch nicht verdenken, gibt mehr Geld. Leider haben sie mir dabei aber auch die roten Trauben aus meiner Reihe geklaut und mich spaeter laut keifend von ihren Boxen vertrieben als wir diese kontrollieren sollten. Nunja, gab wohl Aerger mit dem Farmmanagement, weil die Trauben vom Markt zurueckgeschickt wurden. Wir waren fortan 4 Tage arbeitslos und warten... Auf Reife.
Nichtsdestotrotz (ach, schoenes Wort, nevertheless, néanmoins) habe ich gestern beschlossen noch eine Woche zu bleiben, aergere mich aber heute schon wieder drueber, weil noch immer keine Arbeit. Kann in 1 1/2 Wochen in einem Hostel in Apollo Bay an der Great Ocean Road anfangen, wo es zwar mehr Geld gibt, aber da die Ferien und damit die Sommersaison vorbei sind, gibt es wohl eher wenig zu tun... sprich doch auch wenig Geld. Bis dahin warte ich...
Und arbeite hoffentlich morgen hier weiter und spare, indem ich einfach keine Chance zum Ausgeben habe. Werde mich solange weiter bewerben und dann ggf. den Plan aendern. Auf dem Weg nach Sueden goenne ich mir dann ein paar Tage Melbourne.
Derweil... warte ich. Waelze mich zwischen Computer, Fernseher, Kueche, Schwimmbad, Kartenspiel und dummem Geschwaetz an den Tischen im Innenhof und Bett hin und her.
Ein paar neue Bilder gibt es, leider unkommentiert, da Internet entweder teuer oder nervtoetend langsam, in den Fotoalben. Von der Fahrt im Roadtrain und der immer gleichen Landschaft, aus Robinvale und Red Cliffs. Mehr Fotos hoffentlich bald.
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